Herzlich willkommen

auf der Internetseite des Vereines “Menschen unter Strom” aus Hagen Garenfeld.

Auf dieser Seite wollen wir alle Interessierten über die aus der Energiewende resultierenden Probleme und Gefahren informieren. Anfang Mai 2013 wurden wir selber auf die Planungen zum Bau eines gigantischen 380-KV-Umspannwerkes in unserer unmittelbaren Nachbarschaft aufmerksam gemacht. Als uns bewusst wurde, was das bedeutet waren wir geschockt. Kurz darauf wurde uns klar, dass wir uns nicht nur mit aller Macht gegen dieses Monster wehren wollten, sondern auch über die Problematik informieren möchten, denn es geht keinesfalls darum, dass wir solch ein Werk gerne hinter einem anderen Wohngebiet sehen würden, nur damit es uns nicht betrifft. Wir forderten eine Alternativplanung in Garenfeld und überall dort, wo Menschen von Umspannwerken, Konvertern und Trassen betroffen sind.

Das größte Problem sind die bisher nicht absehbaren gesundheitlichen Folgen durch elektromagnetische Felder, denn 380 tausend Volt sind nicht nur die höchste Spannung, sondern die fließenden Ströme (Ampere) betragen mehrere tausend Ampere. Beides zusammen erzeugt viel stärkere elektromagnetische Felder, als es bisher z.B. bei 220 KV oder 110 KV Hochspannungsleitungen und Umspannwerken bekannt war. Der Grenzwert liegt in Deutschland mit 100 Mikrotesla extrem hoch (vergleich Schweiz……. 1 Mikrotesla).

Seit Anfang Mai 2013 standen wir trotz aller gegensätzlicher Interessen im ständigen Austausch mit dem Netzbetreiber Amprion. Es hat sich nach all der harten Arbeit gezeigt, dass es doch möglich war hier eine einvernehmliche Lösung für alle Beteiligten zu finden.

Im Januar 2015 war es dann soweit, wir, die Bürgerinitiative „Menschen unter Strom e.V.“ und der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion haben eine gemeinsame Mediationsvereinbarung zum Neubau der 380-KV-Umspannanlage in Hagen-Garenfeld unterschrieben. Nach insgesamt 15 Mediationsterminen, wurden 17 Planungsvarianten für 14 verschiedene Standorte zum Bau der Umspannanlage in Garenfeld erarbeitet und im Detail geprüft.

Konkret sieht das Ergebnis des Mediationsverfahrens als Standort für die neue 380-KV-Umspannanlage nun eine Fläche in Garenfeld in unmittelbarer Nähe des Waldrandes vor. Der größtmögliche Abstand zur nächstgelegenen Wohnbebauung (ca. 400 Meter) werden damit eingehalten. Die neue Anlage wird nicht nur hinter einem umfangreichen Grünflächenkonzept verschwinden, sondern auch in den Ausmaßen kleiner als ursprünglich geplant, so verringert sich die Bauhöhe der Anlage von 22,5 Meter auf 14,5 Meter. Einige Jahre später (ca. 2023) kann dann sogar das alte Umspannwerk der Enervie zurückgebaut werden, so dass es so letztendlich bei nur einem Umspannwerk in Garenfeld bleibt. Die Ein- und Ausführungen der Leitungen wurden optimiert. Auch die Höhe der Masten wurde reduziert. Begrünte Schallschutzwände stellen sicher, dass die 380-KV-Trafos kaum zu hören und zu sehen sind. Ein gemeinsam erarbeitetes Grünflächenkonzept wird die Anlage künftig von der Wohnbebauung nicht nur fast unsichtbar machen, sondern auch einen Naherholungswert bieten. Das Konzept sieht auch einen Biotopverbund zu einem in der Nähe liegenden Naturschutzgebiet vor.

Eine Bürgerbeteiligung, die es so in Deutschland noch nicht gegeben hat. Es hat sich für uns gezeigt, dass dieses Dialogformat beweist, dass ein Ausgleich gegensätzlicher Interessen möglich ist.

Ihr Verein “Menschen unter Strom e.V.”